Dorfentwicklung Rietberg-Bokel „am Start“

Am Samstag, den 13. April starteten viele Bokeler in ihrer Grundschule mit den Planungen zur Dorfentwicklung.

13042013_Schulkinder_01Auf Initiative von Ortsvorsteherin Judith Wulf hatte ein Team aus den Vereinen, Wirtschaft, Kirche und Stadtverwaltung die 1. Bürgerplanungsrunde des Dorfentwicklungskonzeptes sehr gut vorbereitet. Weit über 100 junge und ältere Einwohner waren gekommen, um zusammen mit den Planern Sorgen und Ideen zu besprechen und erste Lösungen erarbeiten.

13042013_Begrüßung_01Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder begrüßte in der eigens dafür hergerichteten Turnhalle die Anwesenden und stellte zusammen mit Frau Wulf heraus, warum eine gemeinsame Planung für den Ortsteil Bokel sinnvoll und wichtig ist. Die Planer Helge Jung, Hartmut Lüdeling und Hyco Verhaagen ergänzten in einem einführenden Vortrag, welche 13042013_Kaffeepause_02Themen wie und wann in dem Konzept bearbeitet werden können.

Nach einer gemütlichen Pause mit Kaffee und leckerem Kuchen ging es gestärkt in die Fragerunde. Parallel in drei Klassenräumen waren die Bokeler aller Altersstufen gefragt, ihre Sorgen, Träume und Lösungen aufzuschreiben. Dabei kamen eine 13042013_Fragerunde_02Menge Themen zusammen, die auf großen Pergamentpapieren übersichtlich zusammengestellt wurden. In Bokel drückt wohl am meisten das Thema der fehlenden Internetversorgung. Der Erhalt des Lebensmittelmarktes, der Kindergarten, die Grundschule, fehlende Busverbindungen, sichere Verkehrsverhältnisse, Plätze und 13042013_Kindertisch_01Treffpunkte für Kinder und Jugendliche, neue Wohnformen für Jung und Alt, ein Kunstrasenplatz bis hin zu einem Schwimmteich umspannt die Nennungen. Auch machen sich viele Teilnehmer Gedanken, wie die Versorgung mit heimischem Wasser gesichert bleibt und auf welchen Wegen nicht nur Energie gespart, sondern auch eine 13042013_Planungstisch_02Eigenversorgung für den Ort erreicht werden kann. Ähnlich einig wie beim Internet sind viele der Ansicht, dass eine „Frische-Küche“ für Kinder, Berufstätige und Senioren eine gute Idee für Bokel ist.

Beim Abendimbiss sorgte diese Menge Stoff für reichlich Diskussion und so wurden an den anschließenden Planungstischen schnell spannende 13042013_Präsentation_03Ideen und Vorschläge zu Papier gebracht. Hier ein erster Auszug aus den Projekten:

  • Kunstrasen-Sportplatz mit konkreten Überlegungen zur optimalen Nutzung, Eigenleistungen, Fördermöglichkeiten und Umsetzungszeitraum.
  • Alternativlösung für einen Bolzplatz (Soccer-Court) mit Skateranlage.
  • Rundweg am südlichen Ortsrand zum Bokeler Kanal und Ortseinrahmung mit Obstbäumen und Kopfweiden.
  • Wassererleben am Emssee mit dem Wunsch der Kinder nach Bademöglichkeiten und einem Abenteuerspielplatz mit vielen Bäumen.
  • Streuobstwiesen: Entwicklung der Obstbaumwiesen auf dem Gelände des Wasserwerks als Lehr-Obstwiese für Kinder und Jugendliche mit Patenschaften.
  • Anlage von Blühstreifen im Bereich öffentlicher Grünflächen und Straßenbegleitgrün, beispielsweise im neuen Baugebiet und am Regenrückhaltebecken Bokel-Ost, Randbereiche der Schützenwiese und am Sudeschweg.
  • Beratungsstelle zur Um- und Nachnutzung älterer Häuser zum Wohnungstausch, Umgestaltung und Mehrgenerationenwohungen.
  • Frische Küche für Bokel zur Versorgung des Kindergartens, der Grundschule, für Senioren und als Mittagstisch für die Mitarbeiter der heimischen Unternehmen.
  • Verkehrsberuhigung auf der Bokeler Straße mit den Kreuzungen Lannertstraße, Batenhorster Straße/In der Heide und Brunnenstraße, sowie auf der Lannertstraße in Höhe des Kindergartens.
  • Bestandsaufnahme zur Internetversorgung mit praktischen Hinweisen, wie kostengünstig Glasfaserkabel nach Bokel verlegt werden können.
  • Energieautarkes Bokel: Wie können die vorhandenen Stärken vor Ort nutzbar gemacht werden? Wie kann die Energie aus Biogasanlagen, Photovoltaik und Windkraft ganzjährig genutzt werden?
Dieser Beitrag wurde unter Rietberg-Bokel abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.