Gilserberg startet ins IKEK

Gilserberg, Schwalm-Eder-Kreis, Hessen – 14.02.2019 (imL) 

Auftakt zum IKEK Gilserberg

IKEK steht für Integriertes-Kommunales-Entwicklungs-Konzept und betrifft im ländlichen Raum alle Bürger/innen. Doch wie kann so ein auf den ersten Blick trockenes Thema spannend sein oder sogar Begeisterung auslösen?

Die über 100 Besucher der Auftaktveranstaltung IKEK in der Hochlandhalle bekamen jedenfalls viele informative Anregungen und Mutmacher zur künftigen Gestaltung der eigenen Lebensumgebung. Und so drehten sich die anschließenden Gespräche an den abschließenden Stehtischrunden bereits um erste konkrete Projektideen. Es ging um den unmittelbaren Lebensraum, das umeinander Kümmern, Mobilität, Jugend, Demographie, das Wohlfühlen im eigenen Dorf, Internet und vieles mehr – alles Zeichen, dass der Funke übergesprungen war. 

In seiner Begrüßung drückte Bürgermeister Rainer Barth seine Freude aus, dass Gilserberg nun zu den acht hessischen Kommunen gehört, die 2018 für eine intensivere Dorfentwicklung ausgewählt wurden. Damit stehen der Gemeinde höhere Fördermittel des Landes Hessen in Aussicht. Mit Blick auf den modernisierungsbedürftigen Zustand der Hochlandhalle würde er gern hier schon ein Projekt vorschlagen. Aber an der Erarbeitung des Gesamtkonzepts ist die Steuerungsgruppe maßgeblich beteiligt, in der sich Akteure aus den einzelnen Orten zusammengefunden haben und die Herr Barth im Anschluss unter Applaus der Gäste einzeln vorstellt.

Förderungen

Friedhelm Beckmann und Stefan Cichosz, zuständig beim Landkreis Schwalm-Eder für die Dorf- und Regionalentwicklung, zeigten die Möglichkeiten der Dorferneuerung auf und gingen auf die Förderangebote für die gemeindlichen und privaten Vorhaben ein. Gilserberg selber kann dabei auf einen erhöhten Fördersatz von 75 % der förderfähigen Nettokosten hoffen – für die angespannten Gemeindefinanzen ein Segen. Private Vorhaben an prägenden Gebäuden in den Ortskernen sind bereits mit 35 % bis zu einer Höhe von 35.000 € bzw. 45.000 € (Kulturdenkmäler) dabei.

Demographische Entwicklung?

Hartmut Lüdeling, Geschäftsführer des Planungsbüros ARGE Dorfentwicklung, machte in seinem Vortrag auf die Bildungsmigration vom Land in die Ballungszentren aufmerksam. Es sei gut, wenn die jungen Menschen für ihre Bildung in die Städte gehen. Schlecht allerdings, wenn sie nach der Ausbildung dort bleiben. Genau deshalb soll Gilserberg zu einem Magnet werden, der auf vielfältige Art auch gut ausgebildete Menschen wieder anzieht.

Hausarzt Nils Wagner-Praus, Schulleiter Frank Siesenop und der Unternehmer Jürgen Viehmeier setzten mit ihren Einschätzungen zur weiteren Entwicklung von Gilserberg erste Wegmarken für die kommende Arbeitsphase. Dazu warben Projektleiter Helge Jung und die Stadtplanerin Mandy Wolters von der ARGE für die in den kommenden Monaten stattfindenden Zukunftswerkstätten und Arbeitskreise. Es sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, ihre Ideen zu einem lebens- und liebenswerten Gilserberg mit seinen Ortsteilen einzubringen. Ein leicht ausfüllbarer Fragebogen soll dabei helfen, der in Kürze an alle Gilserberger verteilt wird.

Eine ortsansässige Bäckerei hatte im Anschluss ein ansprechendes und leckeres Buffet vorbereitet. In diesem entspannenden Rahmen machte der erste Ideenaustausch mit den Referenten wirklich richtig Freude, so dass die meisten Besucher noch über das offizielle Veranstaltungsende hinaus länger blieben. Sie sprachen dabei Schulbuszeiten, Nutzungskonzepte für die Schwimmbäder, Tourismusideen, Lebensmittelladen, schnelles Internet, Natur- und Wasserspielplätze und viele weitere Themen an und sorgten damit für einen gelungenen und informativen Abschluss.

Aktuelle Informationen rund um das Thema IKEK finden Sie auf der Homepage der Gemeinde unter www.gilserberg.de

 

Ansprechpartner:

Gemeinde Gilserberg, Bahnhofstr. 40, 34630 Gilserberg

ARGE Dorfentwicklung GbR, Bad Meinberger Str. 1, 32760 Detmold

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