Mit Engagement ist vieles möglich

Erfahrungsbericht über die Dorfentwicklung in Lippstadt-Dedinghausen

Preußisch Oldendorf – Börninghausen, denDSC_4463-k 2. Juli 2013, Beitrag von Matthias Wessel

Die Planungen der Arbeitsgruppen zur Dorfentwicklung des Eggetals gehen diese Woche in die dritte Runde. Zu Gast beim Arbeitskreis Soziales war am vergangenen Montag Ludger Schulte-Remmert aus Lippstadt-Dedinghausen. Er berichtete von einer vergleichbaren Situation in seinem Heimatort.

Die Dedinghausener versuchen seit circa zwei Jahren aus eigener Kraft ein Dorfentwicklungskonzept zu erarbeiten. „Die Themen sind da die gleichen wie hier bei ihnen im Eggetal.“ bemerkt Schulte-Remmert. So sind die Situation um die Grundschule und den Dorfladen, sowie die demografische Entwicklung  wichtige Aufgabenstellungen, die die Bürger beschäftigen. „Was können wir unternehmen, damit die älteren Menschen im Ort bleiben und sich gleichzeitig auch junge Familien bei uns niederlassen.“ Schwerpunktprojekte, die die Dedinghausener bereits umsetzten sind das Bürgerbüro, das jeden Samstagvormittag geöffnet hat, und ein sogenanntes Bürgernetzwerk. Hier werden beispielsweise Betreuungsangebote für Kinder und Fahrdienste für ältere Mitbürger organisiert. „Gerade bei jungen, berufstätigen Familien oder Alleinerziehenden ist die Betreuung der Kinder besonders in der Ferienzeit oft ein Problem. Da bietet die Zeitautonomie unserer älteren Dorfbewohner ideale Möglichkeiten. Im Gegenzug werden Einkaufsfahrten oder Mitfahrgelegenheiten zu Gottesdiensten oder für Arztbesuche organisiert.“ berichtet Schulte-Remmert stolz. Weitere Ausbaumöglichkeiten in diese Richtung sind Generationen-Wohnprojekte.  Altersheime in der herkömmlichen Form sind immer weniger beliebt. Sie erinnern an Abschiebestationen. Der Trend geht hin zu selbstorganisierten Wohn- und Lebensmodellen in Form von Alterswohngemeinschaften. Ein Miteinander von Jung und Alt mit genug  Abstand und Raum für Rückzugsmöglichkeiten. „Solche Projekte sind für das Eggetal auch denkbar und durchaus  machbar.“ betont Hartmut Lüdeling von der ARGE Dorfentwicklungsplanung. „Wir sind in Kontakt mit Planern solcher zukunftsweisenden Konzepte, die auch Bereitschaft signalisiert haben uns dabei zu unterstützen. Denkbar wären in etwa sieben bis zehn Wohneinheiten. Wir bräuchten allerdings noch genauere Angaben wie viele Personen dafür in Frage kommen, damit wir solche Planungen festmachen können.“ so Lüdeling weiter. Der Abend machte deutlich, dass die Herausforderungen dörflicher Entwicklung nicht nur im Eggetal brandaktuell sind und sich aber mit dem Engagement  motivierter Bürger durchaus bewältigen lassen.

– Foto: M.Wessel –

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